Die kirchliche Trauung

 

Sie wollen kirchlich heiraten. Bis es soweit ist, werden Sie noch viele Dinge planen und überlegen. Wir möchten Ihnen mit diesen Informationen Hilfe geben.

 

1.)  Wie finden wir unsere Pfarrerin oder unseren Pfarrer?

 

Wenn Sie vorhaben, sich kirchlich trauen zu lassen, nehmen Sie zuerst Kontakt mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer auf (siehe Link“ Straßenverzeichnis“), um gemeinsam einen Termin zu vereinbaren.  

Es ist wichtig, dies möglichst langfristig zu tun, damit Ihr Pfarrer oder Ihre Pfarrerin nicht gerade dann auf einem Konfirmandenwochenende ist, die Kirche besetzt ist, oder andere Gründe dagegen sprechen.

 

2.) Welche Papiere brauchen wir?

 

Für die Eintragung ins Familienstammbuch wird von beiden Partnern das Datum und der Ort ihrer Taufe benötigt. Halten Sie darum bitte zum Trauergespräch die Stammbücher ihrer Eltern bereit.

Mindestens ein Partner muss der evangelischen Kirche angehören.

 

Im Anhang finden Sie auch den Vordruck unseres Trauanzeigers. Wenn Sie ihn zum Traugespräch ausgefüllt mitbringen, ist das sehr hilfreich.

 

3.) Wie ist es mit ökumenischen Trauungen?

 

Grundsätzlich gibt es Trauungen in einer evangelischen Kirche unter Mitwirkung eines katholischen Geistlichen oder die Trauung in einer katholischen Kirche unter Mitwirkung des evangelischen Geistlichen.

Gegenseitig erkennen die Konfessionen aber auch die Eheschließung durch nur einen Pfarrer – eine Pfarrerin an.

 

Wenn Sie bei uns heiraten möchten, und nur von einem evangelischen Pfarrer / einer evangelische Pfarrerin getraut werden wollen, können Sie auch bei der katholischen Kirche einen sogenannten "Dispens von der Formpflicht“ beantragen. Dann führen Sie ein Gespräch mit dem katholischen Kollegen, der Ihre Trauung dann auch ins katholische Kirchenbuch einträgt.

 

Für den Fall, dass Ihre Partnerin oder Ihr Partner einer anderen Religion (zum Beispiel Islam) angehört, sollten Sie sich auch frühzeitig mit der betreffenden Gemeinde bzw. Moschee in Verbindung setzen.

 

4.) Sie gehören zur Kirchengemeinde Weitmar Mark möchten aber in einer anderen Kirche getraut werden.

 

Gerne begleiten wir Sie auch in die anderen Kirchen der Umgebung.

 

5.) Sie leben in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft.

 

Beide Geistlichen unserer Gemeinde feiern gerne mit Ihnen den Gottesdienst. Voraussetzung ist, dass Sie auf staatlicher Seite schon eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen sind. 

 

6.) Worum geht es im Traugespräch?

 

Zunächst darum, sich kennen zu lernen und ein Gefühl für einander zu gewinnen, denn schließlich ist die Trauung ja etwas sehr Persönliches.

Im Traugespräch wird der Ablauf der Trauung besprochen, und Sie werden auch gebeten, sich einen sogenannten „Trauspruch“ auszusuchen. Das ist in der Regel ein biblischer Satz, den Sie als Segensspruch für Ihre Ehe ansprechend finden und der Grundlage der Predigt in Ihrem Traugottesdienst sein wird. Solch ein Trauspruch kann zum Beispiel der Tauf – und Konfirmationsspruch sein. Eine umfangreiche Auswahl finden Sie im Internet unter www.Trauspruch. de. Es liegen uns aber auch noch umfangreichere Sammlungen von Sprüchen vor.

 

Zum Ablauf des Gottesdienstes:

 

Der Beginn: wenn das Glockengeläut endet, beginnt der Gottesdienst mit dem Spiel der Orgel und dem Einzug des Brautpaares. Die anderen Festgäste haben bereits in der Kirche Platz genommen.

Üblich ist, dass die Pfarrerin/der Pfarrer gemeinsam mit dem Brautpaar in die Kirche einzieht. Oft ziehen auch die Trauzeugen mit ein, manchmal gehen auch „Blumenkinder voran.

Manchmal gibt es auch den Wunsch der Braut, von ihrem Vater zum Altar geführt zu werden, wo der Bräutigam auf sie wartet.

Überlegen Sie, wie Sie Ihren Einzug gestalten wollen und wer am Altar vorne mit Ihnen sitzen soll.

 

Jeder Gottesdienst beginnt im Namen Gottes, "im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Es folgt ein persönliches Wort der Begrüßung und ein erstes Lied.

 

Lieder und Musik:

 

Wie in jedem Gottesdienst werden im Traugottesdienst etwa drei Lieder gesungen, die Sie mit auswählen können. Es können ältere oder moderne Gesangbuchlieder oder andere neue oder alte geistliche Lieder sein. Sie können auch für die musikalische Gestaltung Freunde und Bekannte oder professionelle Musiker oder Musikerinnen einplanen.

 

Lesungen und Gebete:

 

Auch bei der Auswahl der biblischen Lesungen und Gebete können Sie mit entscheiden und vielleicht auch einige Ihrer Verwandten und Freunde als Sprecher beteiligen. In der Regel bringen wir zum Traubesuch auch Vorschläge für ein Fürbittengebet mit, das in mehreren Teilen von Ihren Angehörigen gelesen werden kann.

 

Die Ringe:

 

nach bürgerlichem Recht wird die Ehe auf dem Standesamt geschlossen, während wir in der Kirche um Gottes Segen für die Ehe bitten. Als Symbol dafür, dass ihre Liebe ohne Ende sein soll, steckt sich das Brautpaar gegenseitig den Trauring an, der ja auch kein Ende hat, sondern in sich rund ist.

 

Das Ja-Wort:

 

Vor dem Ringwechsel geben Sie sich das Ja-Wort. Manche Brautpaare formulieren selbst, was sie einander versprechen wollen, andere bitten den Pfarrer oder die Pfarrerin, ihre Versprechen vorzutragen um diese mit ihrem Ja zu bekräftigen, andere Brautpaare möchten lieber auf die alten, überlieferten Traufragen antworten. Wie auch immer, sinngemäß enthält jedes Trauversprechen die Absicht, ein Leben lang zusammen zu bleiben, die Bereitschaft, sich gegenseitig zu vergeben, sich als Geschenk Gottes anzuerkennen, zu respektieren und in der Ehe nach Gottes Willen zu leben.

 

Kollekte:

 

Sie können sich als Brautpaar aussuchen, für welchen Zweck die Kollekte am Ausgang verwendet werden soll. Wenn Ihnen selbst aktuell kein Kollektenzweck bekannt ist, fragen Sie nach Projekten, die die Gemeinde unterstützt.

 

Blumenschmuck:

 

Sie können die Kirche nach eigenen Wünschen mit Blumenschmuck ausgestalten.

Bitte besprechen Sie den Zeitpunkt des Schmuckes und die Modalitäten mit unserem Hausmeister.

 

Fotografieren und Videos:

 

Es ist wichtig, sich vorab mit dem Pfarrer/der Pfarrerin über das Fotografieren zu verständigen. Da Blitzlicht und das Klicken von Fotoapparaten oder Handys, das Herumlaufen mehrerer Personen mit Kameras, selbst routinierteste Pfarrer und Pfarrerinnen (und erst Recht das Brautpaar) ablenken und Andacht und Atmosphäre beeinträchtigt werden, möchten wir darum bitten, während des Gottesdienstes nicht zu fotografieren.

Stattdessen haben Sie die Möglichkeit, Videokameras an einem festen Ort zu installieren und unauffällig von dort zu filmen, bzw. Fotos im Kirchenraum im Anschluss an den Gottesdienst in aller Ruhe zu machen.

 

Die Kosten:

 

Eine Trauung bei uns ist für unsere Gemeindeglieder kostenlos. Der Organist erhält in der Regel einen Obulus von € 30,00 - 40,00.

Wenn wir Sie in eine andere Kirche begleiten, können dort Kosten für die Kirchennutzung anfallen.