Konfirmation

 

Nach den Osterferien  eines jeden Jahres feiern wir in einem festlichen Gottesdienst die Konfirmation.

Der sogenannte Konfirmandenunterricht, also die Zeit der Vorbereitung auf die Konfirmation, beginnt in der Regel nach den Sommerferien des Vorjahres. An einem Samstagvormittag, der mit einem gemeinsamen Pizzaessen endet, lernt sich die Gesamtgruppe kennen. Danach finden sich die Konfirmanden in ihren Unterrichtsgruppen zusammen und erhalten Informationen über den weiteren Verlauf.

Der Unterricht selbst findet wöchentlich dienstags statt und dauert eine Stunde.

Er wird von Pfarrerin Schmidt-Solty und Pfarrer Loer durchgeführt. Danach ist ein eher kreativ vertiefendes und freies Beieinandersein mit Mitarbeitern der OT Weitmar für eine weitere halbe Stunde obligatorisch.

Zur Konfirmandenzeit  gehört auch die Teilnahme an einem Konfiwochenende im Spätsommer.

 

Die Kinder, die im Mai des Konfirmationsvorjahres altersmäßig im 7. Schuljahr sind, werden – sofern sie getauft sind und deshalb in unserer Gemeindeliste stehen - zu einem Informations- und Anmeldeabend schriftlich eingeladen.

 

Nicht getaufte Kinder sind ebenso willkommen. Bitte lassen Sie sich in diesem Fall im Gemeindebüro rechtzeitig in die Konfirmandenliste eintragen Vor der Konfirmation feiern wir in kleinem Kreis einen Taufgottesdienst.

 

 

Entdeckungsreise im Land des Glaubens – Konfirmandenarbeit in der Kirchengemeinde Bochum- Weitmar-Mark

 

In der Kirchenordnung unserer evangelischen Kirche von Westfalen heißt es: „Die Konfirmandenarbeit soll die Kinder und Jugendlichen durch Unterricht und andere Arbeitsformen mit zentralen Aussagen des christlichen Glaubens und des Lebens in der Gemeinde vertraut machen.

 

Vertraut machen – das ist vielleicht ein zu großes Wort.

Eher ist der „Konfer“ eine Begegnungsfläche  mit der christlichen Überlieferung und dem christlichen Glauben. Er schafft die Möglichkeit, selber dazu eine Haltung zu erlagen.

 

„Die Konfirmandenarbeit soll die Kinder und Jugendlichen durch Unterricht und andere Arbeitsformen mit zentralen Aussagen des christlichen Glaubens und des Lebens in der Gemeinde vertraut machen und ihnen helfen, in eigener Verantwortung als Christinnen und Christen zu leben“. Aus dem Vorwort des Lehrplanes der EKvW (Evangelische Kirche von Westfalen).

 

Das Konfirmationsangebot der Kirche hat in der evangelischen Bevölkerung eine hohe Akzeptanz. Rund 27.000 Jugendliche lassen sich jährlich in Westfalen konfirmieren. Dies sind weit über 90 % der evangelischen Jugendlichen eines Jahrgangs. Es gibt kein Bildungsangebot der evangelischen Kirche, das eine ähnlich hohe Beteiligung verzeichnen könnte

Mit der im Jahr 2005 von der Landessynode beschlossenen neuen Rahmenordnung für die Konfirmandenarbeit haben wir Voraussetzungen für eine mehr als bisher auf die Jugendlichen selbst und auf ihre Lebenswelt hin ausgerichtete Konfirmandenarbeit in organisatorischer und methodischer Vielfalt erhalten.

Die Orientierungshilfe der Landeskirche, die damals allen Presbyterien zur Beratung vorgelegen hat,  trägt denn auch obige Überschrift: „Entdeckungsreise im Land des Glaubens.“
Kein Mensch in der Kirche verfügt über den Glauben. Keiner von uns Erwachsenen kann den Glauben hervorrufen, den wir den Konfirmanden und Konfirmanden wünschen. Aber wir können dafür sorgen, dass den Jugendlichen Möglichkeiten eröffnet werden, den christlichen Glauben in seiner besonderen evangelischen Ausprägung kennen zu lernen und schließlich selbst ein Ja dazu zu sagen.

 

Die Überschriften über die“ klassischen“ Lerninhalte von früher geben schon einen Hinweis auf die veränderten pädagogischen Annäherungsweisen:

 

Wir Konfirmanden und Konfirmanden: die Reisegruppe

 

Die Bibel und das Wort Gottes: der Reiseführer

 

Kirche bei uns und anderswo: mit Vielen auf der Suche

 

Das Evangelium von Jesus Christus: der Reisebegleiter

 

Taufe: ich gehöre dazu

 

Abendmahl: Stärkung unterwegs

 

Gott suchen: das Reisemotiv

 

Ich als Geschöpf Gottes: mir selbst auf der Spur sein

 

Tod und Leben: an die Grenze kommen

 

Gebet und Gottesdienst: Einkehr unterwegs

 

Schuld und Vergebung: Irrwege und Auswege

usw.

 

 

Eckhardt Loer